bookmark_borderWegfall der Priorisierung in den Impfzentren

Mit dem 28. Impferlass hat das Land NRW die Priorisierung in den Impfzentren des Landes aufgehoben.

Ab dem 26. Juni 2021 können alle impfwilligen Personen ab 16 Jahren einen Termin im Impfzentrum buchen. Hierfür sind die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen zu nutzen.

Aufgrund der nun bestehenden Möglichkeit zur Impfung der breiten Allgemeinbevölkerung sind Personen, die bereits in den vergangenen Tagen einen Termin gebucht haben, die jedoch die zum Buchungszeitpunkt bestehenden Vorgaben hinsichtlich Alter, Vorerkrankung oder Berufszugehörigkeit nicht erfüllt haben, nicht von den Impfzentren zurückzuweisen.

Im Rahmen der Terminbuchung ist darüber hinaus zu gewährleisten, dass Personen ab 16 und unter 18 Jahren ausschließlich ein Impfangebot mit BioNTech erhalten.

Für folgende Personengruppen sollen aufsuchende Impfangebote erstellt werden:

o Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft,
o Beschäftigte in
o der Fleischindustrie,
o bei Paketdiensten,
o im Öffentlichen Personennahverkehr,
o im Baugewerbe sowie
o im Reinigungsgewerbe,
o 24-Stunden-Pflegekräfte,
o Prostituierte/Sexarbeiterinnen bzw. -arbeiter,
o Langzeitpatientinnen und -patienten in somatischen und psychiatrischen Krankenhäusern,
o Bewohnerinnen und Bewohner sozial benachteiligter Stadtteile.

Das Land hat ferner die Laufzeit der Impfzentren auf den 30. September 2021 begrenzt. Danach sollen die Kommunen Organisationseinheiten vorhalten, die koordinierend das weitere Impfgeschehen z.B. in Pflegeeeinrichtungen begleiten.

bookmark_borderImpfbrücke für priorisierte Gruppen

Der Krisenstab der Stadt Herne hat heute folgende Informationen bekannt gegeben:

Bislang sind in Herne bereits fast 48.000 Menschen gegen Corona erstgeimpft worden. Die Stadt Herne geht davon aus, dass noch am Wochenende die Marke von 50.000 Erstgeimpften erreicht wird.
Im Herner Impfzentrum ist die sogenannte Impfbrücke am Dienstag, 27. April 2021, erfolgreich gestartet. Mit einer Impfbrücke werden Personen aus einer priorisierten Gruppe (gem. Impf-Verordnung) ausgewählt und kurzfristig per SMS über einen Impftermin benachrichtigt. Die Impfung erfolgt dann noch am gleichen Tag. Durch den Einsatz der Impfbrücke soll sämtlich verfügbarer Impfstoff verimpft werden, um den Verfall von Impfstoff zu verhindern. Die Stadt Herne appelliert daher noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, Impftermine im Impfzentrum entweder wahrzunehmen oder diese bei Nichtwahrnehmung abzusagen. Da neben der Absage von Terminen auch ein zusätzliches Impfkontingent kurzfristig für berechtigte Berufsgruppen zur Verfügung stand, kam die Impfbrücke am Dienstag erstmals zum Einsatz. Die Stadt Herne weist darauf hin, dass es aktuell nicht möglich ist, sich aktiv für die Impfbrücke vormerken zu lassen. Außerdem ist auch bei diesem Benachrichtigungssystem die Impfreihenfolge zu beachten.

Die Stadt Herne wird gegenüber dem Land NRW anzeigen, dass es in der Stadt logistisch möglich ist, weitere Impfdosen für vulnerable Gruppen zu verimpfen, wenn diese durch das Land zur Verfügung gestellt werden können. Die Verimpfung von bis zu 500 weiteren Dosen täglich wären ohne größere Aufwände möglich.